Bilinguales Lernen

Die bilinguale Ausrichtung bei Kiddies ist eine der wichtigsten Säulen unserer Konzeption.  Die Kinder singen, spielen und sprechen auf Deutsch und Englisch, so wie die muttersprachlichen ErzieherInnen es ihnen vorleben. Durch diese Full-Imersion-Methode (Sprachbad) können sie spielerisch und in den Alltag eingebettet eine Fremdsprache erlernen.  In dieser Methode, die nach dem Prinzip “eine Sprache eine Person” arbeitet, spricht eine ErzieherIn in der Gruppe grundsätzlich nur englisch mit den Kindern und die andere nur deutsch. Dieses Prinzip behalten wir bis zum Schuleintritt bei. Selbstverständlich sind auch die englischsprachigen Kräfte in der Lage, deutsch zu verstehen, so dass die Kinder sich mit ihren Anliegen auch auf Deutsch an sie wenden können. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass sich die Kinder darauf verlassen können, dass die englischen Antworten auch mit ihrem Anliegen zu tun haben. In unserem Kindergarten wird kein Kind gezwungen englisch zu sprechen und an den auf Englisch durchgeführten Aktivitäten teilzunehmen.

Die Vermittlung der jeweiligen Sprache erfolgt im Zusammenhang durch eine sogenannte „Kontextualisierung“. Dabei wird die Sprache in die Handlung eingebunden. Das Gesagte wird unterstützt durch Handlungen, Gesten und Zeigen. Die Kinder erlernen die Sprache also situationsbezogen, genauso, wie sie auch ihre Muttersprache aufnehmen. Durch die Immersion-Methode erzeugen wir eine hohe Intensität der englischen Sprache und vermitteln diese kindgerecht, spielerisch und stressfrei, da jegliches Erklären, Korrigieren oder Üben unterbleiben kann. So stellen wir sicher, dass kein Kind überfordert wird und das Tempo des Lernens auch hier den Kindern überlassen wird. Wir fördern diesen Prozess darüber hinaus durch die Bereitstellung von  deutsch- und englischsprachigen Materialien sowie durch entsprechenden Lesestoff in unseren altersgerechten Bücherecken, die wir in allen unseren Kitas eingerichtet haben. Sätze wie „Claudi, I do not want my Regenhose“, sind trotz ihrer Unvollkommenheit für uns ein erfreulicher Hinweis auf den Erwerb einer aktiven Sprachfähigkeit in der neuen Sprache -  unsere ErzieherInnen wiederholen den Satz noch einmal korrekt unter Verwendung des entsprechenden englischen Wortes „rain pants“, um dann auf das Anliegen der Kinder einzugehen.

Ein weiterer Baustein für die Sprachförderung ist die musikalische Früherziehung. Wir greifen hier auf die international anerkannte Methode „Music together“ zurück, die für Kinder ab der Geburt bis zum siebten Lebensjahr entwickelt wurde. Sie basiert auf wissenschaftlichen Forschungen und ist der geistigen und psychischen Entwicklung der Kleinkinder angepasst. Die Grundannahme, von der die Music Together-Pädagogen ausgehen ist, dass jedes Kind musikalisch ist. Alle Kinder können lernen Melodien zu singen, können einen Takt schlagen und werden auf diese Weise schon in frühesten Jahren mit der Musik unseres Kulturraums vertraut gemacht.

Durch Sprachaktivitäten wie dem Anhören und Imitieren von Geräuschen, Nachsprechen und Nachsingen von Worten und Sätzen, später dem Erzählen von Geschichten wächst die sprachliche Kompetenz. Durch freies Tanzen, Fingerspiele und Bewegungslieder wird die körperliche Entwicklung gefördert. Das Teilen der Instrumente und die wiederkehrenden Rituale sorgen für die soziale und emotionale Entwicklung der Kinder. Verschiedene Aktivitäten wie zählen, balancieren, einen gleichmäßigen Takt zu schlagen und zu musizieren fördern die kognitive Entwicklung des Kindes. In diesem jungen Alter sind die Kinder besonders aufnahmefähig und profitieren in nachhaltiger Weise von diesem Programm zum Lehren und Erlernen der englischen Sprache, weil es mit Bewegung und Spaß verbunden ist. Positive Erfahrungen sind in diesem Alter die Grundlage allen Lernens. Während die Kinder Musik hören, Instrumente spielen und tanzen, „saugen“ sie die englische Sprache auf. Es dauert nicht lange, bis sie anfangen die Lieder mitzusingen und den englischen Anweisungen des/r LehrerIn zu folgen. Langsam wird der Wortschatz aufgebaut und es entsteht ein Interesse an der englischen Sprache und auch umgekehrt an der deutschen.